Corona-Lockdown: Learnings für die Unternehmensorganisation

Der Corona-Lockdown hat uns alle vor enorme Herausforderungen gestellt. Doch wie sind Unternehmen damit umgegangen? Philipp Kriependorf, Co-Founder und Geschäftsführer von auxmoney sowie Mitglied des VdK-Vorstands, gibt erstmals Einblick in die Learnings von auxmoney nach dem Lockdown und wie Mitarbeiter mit kreativen Ideen gesellschaftlich etwas bewegen konnte.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie stellen die gesamte Gesellschaft vor große Herausforderungen. Innerhalb weniger Tage kam das öffentliche Leben im Frühjahr über Wochen hinweg größtenteils zum Erliegen. Kitas und Schulen mussten schließen und die Einführung von Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln reduzierten die physischen Kontakte auf ein absolutes Minimum. Unternehmen standen durch diese Veränderungen vor völlig neuen, zuvor ungeahnten Anforderungen an die eigene Organisation. Homeoffice wurde in kürzester Zeit zum Standard in vielen Unternehmen. So auch bei auxmoney. Wie wir die Situation als Team gemeistert haben, aber auch was wir für die Unternehmensorganisation in dieser Zeit gelernt haben. Ein Zwischenfazit:

Homeoffice

In vielen Teams war es bereits vor Corona gelebte Praxis, dass Mitarbeiter tageweise im Homeoffice gearbeitet haben. Die Herausforderung im März bestand jedoch darin, die gesamte Organisation mit über 300 Mitarbeitern innerhalb kürzester Zeit auf Remote Work umzustellen, um die Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen und einen Beitrag zur Eindämmung des Corona-Virus zu leisten. In nur wenigen Tagen musste daher insbesondere die IT-Infrastruktur (Hardware, VPN, Server, Telefonanlage) auf dieses unerwartete Szenario überprüft und einem Performancetest unterzogen werden. Unter diesen Bedingungen war es sicherlich nicht selbstverständlich, dass unsere Mitarbeiter mit Beginn des Lockdowns in den heimischen vier Wänden im Großen und Ganzen genauso arbeiten konnten als wären sie im Büro. Dabei kam uns als Fintech zugute, dass digitale Kollaborationstools bereits gängige Praxis in der täglichen Zusammenarbeit sind und sich unsere Mitarbeiter allgemein durch eine hohe technische Affinität auszeichnen. Das wichtigste Ergebnis der raschen und reibungslosen Umstellung war jedoch, dass unsere Produkte für unsere Kunden zu jeder Zeit mit konstant hohem Service-Level verfügbar waren.

Kommunikation

Uns war von Anfang an klar, dass die Kommunikation in Zeiten der Pandemie intensiviert werden muss. So wurden Partner und Investoren frühzeitig und transparent über sämtliche aktuelle Entwicklungen und Maßnahmen informiert. Für die interne Kommunikation mussten gleichzeitig neue Formate entwickelt werden, um Austausch und Dialog trotz physischer Distanz weiter zu fördern. Unsere monatlichen All-Hands Meetings, in denen alle Mitarbeiter über aktuelle Entwicklungen informiert werden, konnten nicht mehr wie gewohnt live vor Ort durchgeführt werden. Gleichzeitig spürten wir bei den Mitarbeitern in diesen bewegenden Zeiten einen großen Wunsch nach Information und Austausch. Um diesem Bedürfnis gerecht zu werden, starteten wir virtuelle All-Hands Meetings, die seit der Corona-Zeit noch häufiger als zuvor stattfinden. Zudem wurden regelmäßige Ask-Me-Anything Sessions mit unserem Management Team eingeführt. Mithilfe dieser digitalen Formate gelingt es uns, den Informations- und Wissensaustausch trotz räumlicher Distanz in einer sehr dynamischen Situation aufrecht zu erhalten. Zusätzlich haben Teams eigenverantwortlich zahlreiche neue Formate entwickelt, um trotz der fehlenden Präsenz den Teamgeist zu stärken und den Austausch aufrechtzuerhalten: Neben den üblichen täglichen Stand-ups wurden gemeinsame virtuelle Lunch-Termine oder After-Work Meetings initiiert. Auch wenn inzwischen einige Mitarbeiter tageweise ins Büro zurückgekehrt sind, wird es wohl noch eine Weile dauern bis wieder alle Mitarbeiter physisch an einem Ort zusammentreffen können. Auf diesen Tag freuen wir uns aber natürlich schon ganz besonders. Denn auch das haben wir gelernt: Virtuelle Meetings und digitale Kollaborationstools sind insbesondere in Corona-Zeiten ein Segen, sie werden jedoch nicht dauerhaft den persönlichen Austausch vor Ort ersetzen.

Team Spirit & Soziales Engagement

Was uns in besonderer Erinnerung an die letzten Monate bleiben wird, ist der positive Spirit und das große Engagement unseres Teams. Zwei Beispiel von vielen: Eine Gruppe von Mitarbeitern hat komplett in Eigenregie und binnen kürzester Zeit ein digitales Sportangebot für unsere Kollegen organisiert. Statt wie zuvor im Office können unsere Mitarbeiter nun von Zuhause aus per Video-Coaching ein Fitness-Training absolvieren oder am Yoga-Kurs teilnehmen. Nicht nur aber insbesondere während des Lockdowns war dies ein absolut wichtiger Ausgleich zum (Home)Office-Alltag für viele Kollegen.

Unsere Mitarbeiter dachten in schwierigen Zeiten aber auch an die Menschen in der Gesellschaft, die besonders hart von der Pandemie betroffen sind. Für Bedürftige ist das Leben in Zeiten von Corona noch schwerer geworden. Insbesondere weil Hilfseinrichtungen, wie z.B. Tafeln, ihre Angebote zwischenzeitlich einstellen mussten. Ein Team unserer Mitarbeiter initiierte daher eine Spendenaktion, um Obdachlose und arme Menschen in Düsseldorf zu unterstützen. Mit den Spenden wurden Lebensmittel und Hygieneprodukte besorgt und an Bedürftige verteilt. Durch dieses soziale Engagement konnten unsere Mitarbeiter einen Beitrag leisten, um die Auswirkungen der Pandemie ökonomisch Benachteiligte zu bewältigen.

Den vollständigen Fachartikel als PDF finden Sie hier.

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